Gesprächskonzert G. Ph. Telemann

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Die Musiklehrerin unserer Schule,  Angelika B. Bach veranstaltete am Todestag des berühmten Komponisten G. Ph. Telemann –  geb. 1681 in Magdeburg, gestorben am 25.06.1767 in Hamburg  ein Telemann-Konzert.

Da etliche weitere Veranstaltungen rundum angeboten waren, stellten sich nur einige Hörerinnen und Hörer ein.  Diese waren erfreut und sehr empfänglich für die liebenswerten, gar nicht langen Musikstücke, gespielt vom „kleinen Orchester“:  Blockflöten aller Tonhöhen, zwei Querflöten, Geigen, eine Bratsche, zwei Celli und ein Contrabass, auch hier eine Blockflöte.

Angelika B. Bach führte vor dem ersten Musikstück die Hörerinnen und Höhrer in den Lebenslauf des Komponisten ein und erläuterte zwischen den nächsten Stücken dessen Arbeitsweise, Kompositionsart, auch das Wirken in Deutschland als Organist, Musikdirektor, Kapellmeister, Konzertmeister.

So entstand eine einstündige, rundweg liebenswürdige Darbietung vom Können des Komponisten Georg Philipp Telemann und seiner Lebensweise und Lebensführung in der Zeit des Barock. Eine Stunde reicht, jawohl! Man hört viel entspannter, ruhiger und gelassener zu, ist dadurch in sich stiller und aufmerksamer.

Allerherzlichsten Dank allen Musikern, den alten wie den jungen für diese wunderbare Gesprächskonzert.

Veronika Brugger

Rückblick zum Vortrag „Christuswirken im Jahreslauf“

Am Mittwoch, dem 25.06.2014, hielt Frau Dr. Martina Sam einen Vortrag über den Jahreslauf, wie er in dem Anthroposophischen Seelenkalender durch Rudolf  Steiner zum Ausdruck gebracht wurde.

Frau Dr. Martina Sam ist Germanistin, Kunsthistorikerin, Eurythmistin und Waldorfpädagogin. Sie hat über zwölf Jahre hinweg an der Herausgabe der Rudolf Steiner Gesamtausgabe mitgearbeitet. Im Jahr 2000 wurde sie zur Leiterin der Sektion für Schöne Wissenschaften der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach berufen und arbeitete dort über zehn  Jahre lang.

In ihrem Vortrag zeigte sie wie die Stimmungen und Empfindungen, die im Laufe der 52 Wochen des Jahres erlebbar sind, im Seelenkalender ihren Ausdruck finden. Durch das Miterleben des Jahreslaufes kann eine Verbindung zum Christus hergestellt werden. Hierfür zeigte sie auf, wie in dem Atmungsprozess, den die Erde in jedem Jahr durchmacht, die Polaritäten der Sommer-Ausatmung und der Winter-Einatmung entstehen. Sich als lebendig-atmender Mensch in diesem kosmischen Atem  drinnen stehend zu erleben,  ist ein Weg zu Selbsterkenntnis und damit auch ein Weg zur Erkenntnis der Christus-Wirksamkeit in uns.

An dieser Stelle möchte der Michaelzweig Kaiserslautern Frau M. Sam einen herzlichen Dank für den wundervollen Vortrag aussprechen.

Torsten Friedrichs
Michaelzweig Kaiserslautern

Sinnerfülltes Tun im Ökologiepraktikum

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In unserer Oberstufe findet am Ende der neunten Klasse seit 16 Jahren ein zehntägiges Ökologiepraktikum statt. Grund genug einmal einen Blick auf diese kontinuierliche Arbeit zu werfen.16

Die neunte Klasse fährt zusammen mit ihren Lehrern in den Südschwarzwald, um dort in einem Naturschutzprojekt bei der Renaturierung von bedrohten Moorgebieten zu helfen.
In Herrischried ist der Standort der biologischen Station des Lorenz Oken Instituts für Wald- und Landschaftsökologie, zur Lehre und Forschung von ganzheitlichen Zusammenhängen auf Grundlagen der goetheanistischen Naturforschung. Geleitet wird die Station von dem Biologen Mathias Küster.

Die Station arbeitet mit circa 15 Waldorfschulen aus ganz Deutschland zusammen. Hier wird tatkräftige Arbeit für den Naturschutz geleistet. 12
Den ganzen Sommer über kommen Waldorfschulklassen im wöchentlichen bis zehntägigen Rhyth­mus in den Hotzenwald, um bei der Erhaltung von bedrohten Moorgebieten und Feuchtwiesen zu helfen.
Durch fatale Entwicklungen im Waldbau und die Veränderungen durch die moderne Landwirtschaft drohen in Süddeutschland einmalige Hochmoorgebiete mit ihrer beson- deren Flora und Fauna verloren zu gehen. Die früher als Wiesen und Weiden genutzten Rodungsinseln im Wald und Moor werden seit Jahren mit Nadelholz aufgeforstet. Die wenigen verbleibenden Moorgebiete, die einen offenen, lichten Bewuchs brauchen, gehen durch die dunklen, alles bedeckenden Fichtenkulturen verloren.

Seltene standorttypische Tierarten wie zum Beispiel der Auerhahn, der Hochmoorgelbling (ein Schmetterling) oder Pflanzen wie der fleischfressende Sonnentau, der Fieberklee und vieles mehr werden zurückgedrängt oder verschwinden ganz.

Hier muss zur Erhaltung der alten natürlichen Landschaft eingegriffen werden. In schwerer Handarbeit fällen und entasten die Schüler die Fichtenbäume. Das Holz wird von ihnen aufgearbeitet und zum Abtransport aus dem Moor gebracht. In den offenen feuchten Moorflächen können standorttypische Vegetation und auch die mit ihr verbundenen Tierarten zurückkehren. Schon nach zwei bis drei Jahren finden sich um die begrünten Moorlöcher herum wilde Orchideen und Trollblumen wieder. 9

In einem weiteren Schritt muss verhindert werden, dass die offenen Flächen wieder durch Fichtenanflug verwalden oder durch Faulbaum- Weidengebüsche verbuschen. 320

Zur Offenhaltung dieser Moorgebiete hat die Biologische Station Versuchsflächen mit den Schülern eingezäunt, die von alten robusten Haustierrassen beweidet werden. Die Tiere überwintern in den von den Schülern erbauten und gesäuberten Ställen an der Forschungsstation. So können sich die renaturierten Moorgebiete nachhaltig entwickeln und erhalten werden.

Wir Menschen haben mit unserer modernen Kulturentwicklung sehr stark die natürlichen Verhältnisse unserer Landschaften geändert und gestört.
Einen Urwald gibt es in Deutschland nicht mehr, der Wald und andere Landschaftsformen wurden vom Menschen immer wieder verändert. Hier gilt es nun bewusst Verantwortung zu übernehmen. Wie können wir durch ein wachsendes Umweltbewusstsein die Eigenheiten bestimmter Landschaftstypen erkennen und so in und mit ihnen leben, dass sie weiter gedeihen und auch unsere weitere Lebensgrundlage bilden?
Während des Praktikums werden die Schüler in einem täglichen Unterricht von Mathias Küster in diese Naturzusammenhänge des Projektes eingeführt, in einem Biologie- unterricht, der ganz mit der praktischen Arbeit und dem notwendigen Erkennen unseres Tuns verbunden ist.

Der hierbei zu Grunde liegende ganzheitliche Ansatz entstammt der goetheanistischen Naturwissenschaft, deren Anliegen es ist, die gestaltenden und wirkenden Prinzipien in den Lebensorganismen zu erkennen.

Aus der ganzheitlichen Betrachtung aller Phänomene zu einer Pflanze, einem Tier oder einer Landschaft wird deren sie bildendes und erhaltendes Prinzip erkennbar. Wenn wir zum Beispiel das Typische eines Eichbaumes in all seinen einzelnen Phänomenen wie Standort, Blattform, Blüte, Frucht, Holzart und den ihm verbundenen Tierarten und vieles mehr beobachten, so ergibt sich uns daraus ein nur der Eiche typisches Prinzip, welches das Wesen der Eiche beschreibt. Stellen wir ihr durch dieselbe Beobachtungsmethode andere Baumarten gegenüber, so können deren andere und nur ihnen eigene Wesensarten erkannt werden.

Es kann in allem Lebendigen ein übergeordnetes, zusammenfassendes Prinzip erkannt werden, welches bis in alle einzelnen Glieder wirkt.
Dadurch wird es möglich, das Lebendige in der Natur als solches zu erforschen und zu verstehen.
Der Biologe Mathias Küster leistet in seinem lebendigen und anschaulichen Unterricht seit vielen Jahren eine altersgemäße Einführung in diese Art der Naturanschauung für die Waldorfschüler, die diesen Unterricht in Verbindung mit ihrer täglichen praktischen Arbeit erleben dürfen.

Eine einmalige Lehrsammlung mit allen Präparaten einheimischer Tiere füllen den Unterrichtsraum der Forschungsstation aus. Besonders beeindruckend sind die lebenden, einheimischen Schlangenarten, die in ihren Terrarien zu beobachten sind. Die goetheanistische Naturforschung zu den Schlangen ist seit vielen Jahren das Spezialgebiet von Mathias Küster.
Das besonders Wertvolle an dieser Art unseres Ökologiepraktikums scheint mir die Einheit der Arbeit des konkreteren praktischen Naturschutzes und das Erlernen einer wesensgemäßen, ganzheitlichen Naturerkenntnis als
Grund- lage für das praktische Tun.
Eine große Herausforderung für die Schüler und die Lehrer ist das intensive miteinander Leben in der großen Gemeinschaft während dieser zehn Tage. Hier werden die sozialen Fähigkeiten weiterentwickelt. Die Gemeinschaft und das Projekt stehen im Vordergrund, jeder ist aufgefordert sich zu integrieren; es geht nur, wenn jeder sich bemüht, so gut er kann.

Nach einem langen Arbeitstag kochen die Schüler in verantwortlichen Gruppen für einander und erledigen ihren Küchendienst. Jeder wird aufgefordert Verantwortung zu übernehmen und nur durch eine gute Zusammenarbeit erreicht die Gemeinschaft ihr Ziel.

So stellt dieses Praktikum an die Schüler dem jugendlichen Alter entsprechend große Herausforderungen, die gleichzeitig als notwendige Zuwendung zur Natur einen für alle erkennbaren Sinn ergeben. Es gibt doch kaum etwas Befrie­- digenderes für den Menschen als das sinnvolle Tun.

Wir haben uns in den zehn Tagen mit allen unseren Kräften der Welt zugewandt und uns für sie eingesetzt; ein wichtiges Erlebnis für die Schüler am Ende der neunten Klasse. Jeder erlebt bei der Heimfahrt, wie müde er ist, eine zufriedene Müdigkeit, nach einer uns sinngebenden, erfüllten Arbeit. Eine starke Leistung, auf welche die Schüler stolz sein dürfen. 615

An unserer Schule haben sich seit 15 Jahren etwa 450 Schüler jeweils zehn Tage für dieses Projekt eingesetzt. Bei über 800 Waldorfschulen in Deutschland, die ein Praktikum dieser Art jährlich durchführen, sind über 20.000 Waldorfschüler in nachhaltigen Naturschutzprojekten tätig.
Das Engagement dieser jungen Menschen kann uns alle mit Freude und Hoffnung für die Zukunft erfüllen.

Die Forschungsstation von Mathias Küster und seinen Mitarbeitern hat in den letzten Jahren Großartiges geleistet. Unter zum Teil schwierigen Bedingungen setzt man sich dort unermüdlich für das Weiterkommen des Projektes ein.
Das Anliegen, die goetheanistische Naturbetrachtung und Forschung jungen Menschen zu vermitteln und gleichzeitig mit ihnen im praktischen Naturschutz zu arbeiten, scheint mir auf diese Art einmalig zu sein.

Wir als Lehrer sind seit vielen Jahren dankbar für das Vertrauen der Eltern und wissen auch um die finanziellen Anstrengungen der Familien um dieses Praktikum zu ermög­- lichen.

An alle im Namen der vereinigten Moorfrösche und Troll- blumen ein Dankeschön!

Alexander Wandel

 

Waldorf-Olympiade im Reichswaldstadion Ramstein-Miesenbach

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175 Kinder aus sechs Waldorfschulen – Bildstock, Trier, Walhausen, Saarbrücken, Frankenthal und Otterberg –  feierten am 24.06.2014 mit viel Freude und Elan die altgriechischen olympischen Spiele im Reichswald- Stadion von Ramstein-Miesenbach.

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Ob auf niederländisch, japanisch, tibetisch, italienisch, arabisch, rumänisch, russisch, schwietzerdütsch, griechisch oder deutsch, die feierliche Eröffnungsformel wurde in den unterschiedlichsten Muttersprachen verkündet.

Weiße Tauben flogen als Symbol für friedliche Spiele in den Himmel hinauf, dass olympische Feuer wurde entfacht und die Kinder den griechischen Städten Delphi, Sparta, Korinth und Athen zugeordnet.

 

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Nach dem gemeinsamen Eröffnungstanz sammelten sich alle Olympioniken an ihrem ersten Wettkampfort. Schnell wurden erste Kontakte geknüpft und Namen gelernt um auch bald die Mitkämpfer  anfeuern zu können. Die vier ersten Wettkämpfe, Weitsprung, Diskuswerfen, Speerwurf und Laufen folgten.

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Nach der Mittagspause konnten noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden,  um die 5. Disziplin, das Ringen, zu absolvieren.

Bei  der folgenden Preisverleihung wurden viele tapfere Athleten für ihre Heldentaten  mit Lorbeerkränzen geehrt.

Am Ende der feierlichen Abschlusszeremonie wurde das olympische Feuer gelöscht, die olympische Flagge eingerollt und die Athleten samt Helfern eilten zurück zu ihren Heimatschulen.

Hier noch ein kleiner Auszug aus einem Schüleraufsatz:

Meine erste Olympiade 2014

Zuerst trafen wir ein und zogen uns Gewänder an und Tücher an. Damit wir so aussahen, wie echte Griechen. Die hilfsbereiten Eltern haben sich danach versammelt um sich auf die einzelnen Stationen zu verteilen. Die Kinder wurden in die verschiedenen Städte aufgeteilt. Ich war in Athen eingeteilt. Es gab Sparta, Athen, Delphie und Korinth. Zuerst warfen die Athener den Speer. Danach machten wir Weitsprung. Dann Lauf und zu guter letzt warfen wir Diskus. Dann gab es eine Pause in der die Teilnehmer essen konnten. Eigentlich wollten wir nun den Abschlusstanz tanzen aber anstatt zu tanzen rangen wir. Schließlich wurde das olympische Feuer von den Lehrern gelöscht. Davor aber verabschiedeten manche Kinder die Olympiade 2014 auf fast allen Sprachen  genau so, wie am Anfang auch. Sie verteilten Medallien und an die Sieger Lorbeerkränze.

Miréio, Schülerin der 5. Klasse

Zum Thema:

In der 5. Klasse gehören die Epochen über die alten Kulturen zu den Höhepunkten des Schuljahres. Auch die Schülerinnen und Schüler dieser Altersstufe durchlaufen in ihrer körperlichen Entwicklung eine Hochphase, eine ganz harmonische Zeit, denn sie sind noch nicht in die Schwere der Pubertät gefallen, und das kindliche Verhalten der ersten Schuljahre ist einem bewussten Bewegungsdrang gewichen. Eine unglaubliche Leistungsbereitschaft zeichnet ihre körperlichen Fähigkeiten aus. So treten sie den Erwachsenen als kleine »Griechen« entgegen, und die Erzählungen über Delphi, Sparta, Korinth und Athen erwecken in den Kindern idealistische Empfindungen, denen sie gerne nacheifern wollen.

Parallel zur  Geschichtsepoche über Griechenland werden daher die griechischen Disziplinen Weitsprung, Diskuswerfen,  Speerwerfen und Laufen  im Sportunterricht geübt. Hier kommt es nicht nur auf die Weite an, nein es wird auch viel Wert  auf die Schönheit und Ästhetik der Ausführungen  gelegt.

Zwölfter Abiturjahrgang an der Waldorfschule – Feierliche Zeugnisübergabe

von li nach re: Julius Strey, Tobias Lindner, Simon Reineke, Laura Binoth, Christian Schröck, Hannes Gabelmann, Sören Kannegieser

Bei der Abiturfeier am Samstag, dem 28.06.2014 konnten sechs Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule Westpfalz in Otterberg nach bestandener Prüfung ihre Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife entgegen nehmen: Laura Binoth, Hannes Gabelmann, Sören Kannegieser, Simon Reineke, Christian Schröck und Julius Strey. Ein Schüler, Tobias Lindner, erwarb außerdem die Allgemeine Fachhochschulreife.

Sie erreichten gemeinsam einen Notendurchschnitt von 2,1.

Die Abiturienten Sören Kannegieser (Notendurchschnitt 1,2) und Julius Strey (Notendurchschnitt 1,3) wurden für ihre herausragenden Leistungen im Abitur geehrt. Neben einer schriftlichen Gratulationsurkunde von Herrn Landrat Paul Junker, Kreisverwaltung Kaiserslautern, erhielten Sie einen Büchergutschein.

Die sieben Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse wurden, wie an Waldorfschulen in Rheinland-Pfalz üblich, in vier schriftlichen und zwei mündlichen Fächern geprüft. Hier handelte es sich um die Leistungskurse Deutsch und Biologie, sowie die Grundkurse Mathematik und Geographie.  Mündlich geprüft wurde in den Fächern Englisch und Französisch. Die Hospitationsfächer Physik und Kunst wurden ebenfalls in die Prüfungsleistung mit eingerechnet.

Nach einem kleinen Festakt, der die Reden der Vorsitzenden der Prüfungskommission Frau Oberstudiendirektorin Andrea Meiswinkel, des Schulvorstandes Herrn Johannes Gundersen, der Klassenbetreuerin Frau Monika Blättner und einer Vertreterin aus der Elternschaft sowie die Überreichung der Zeugnisse beinhaltete, wurde gemeinsam stimmungsvoll gefeiert.

Wie bei solchen Anlässen üblich, gaben die Abiturienten einige Beiträge zum besten. Stilblüten aus vergangenen Schuljahren und ein Poetry Slam (literaschicher, selbst geschriebener Vortrag) gehörten u.a. dazu. Lehrer und Abiturienten freuten sich außerdem über kleine Geschenke aus der Eltern- und Schülerschaft.

 

 

Klassenspiel der 12. Klasse – „Andorra“ von Max Frisch

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Das Motiv der Suche nach der eigenen Identität sozialer Gruppen und Ethnien, vor allem aber der Einzelpersönlichkeit macht Frischs „Andorra“ zu einem modernen Klassiker,der gerade in unseren Tagen seine bleibende Aktualität beweist.

Eine Antwort auf die lebenslange Frage „Wer bin ich?“ will im Spiegel der sozialen Umwelt gefunden werden. Was aber, wenn der Spiegel zum Zerrspiegel wird, wenn mir nicht die realen Wirkungen meines Soseins unverfälscht entgegentreten, sondern die Selbstwahrnehmung vernebelt und entstellt wird durch das Bild, das sich andere von mir machen? Wenn einer verzweifelt seinen Selbstwert durch Identifikation mit den Vorurteilen und Klischees einer degenerierten Erwartungshaltung des Umfeldes zu festigen sucht? Und was ist mit denen, die unreflektiert und herzensträge die bequeme öffentliche Meinung weitertransportieren und damit das innere Zerbrechen bis hin zum Tod von Menschen befördern?

Die 12. Klasse  hatte sich im Deutschunterricht und danach in einer dreiwöchigen intensiven Theaterepoche diesen Fragen gestellt und brannte darauf, ihre Version von Frischs Paradestück des „engagierten Theaters“ dem Publikum vorzustellen.

Am Freitag 04.07.2014, Samstag 05.07.2014 und Sonntag 06.07.2014 war es dann soweit und  die 30  Schüler brachten  das Theaterstück  auf die Bühne der Stadthalle in Otterberg. Sie  rückten damit Max Frischs aus der Mode gekommene Pflichtlektüre unter der Regie von Wolfgang Boomes wieder ins Licht der Gegenwart.

Pressestimmen:

„Offenes Theater, das den Umgang mit dem Publikum pflegt, es zum reflektierenden Nachdenken anregt, boten die Schüler auch bei ihrer Aufführung – und bekamen dafür am Ende viel Beifall“ und „Starkes Bühnenbild und eindrucksvolles Spiel“,  so die Rheinpfalz Kaiserslautern.

Zum Stück:

Andorra ist ein Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch.

In Form einer Parabel thematisiert Frisch am Beispiel des Antisemitismus die Auswirkung von Vorurteilen, die Schuld der Mitläufer und die Frage nach der Identität eines Menschen gegenüber dem Bild, das sich andere von ihm machen.
Das Drama handelt von Andri, einem jungen Mann, der von seinem Vater unehelich mit einer Ausländerin gezeugt wurde und deshalb von diesem als jüdischer Pflegesohn ausgegeben wird. Die Bewohner Andorras begegnen Andri permanent mit Vorurteilen, so dass er, selbst nachdem er seine wahre Herkunft erfahren hat, an der ihm zugewiesenen jüdischen Identität festhält. Es folgt seine Ermordung durch ein rassistisches Nachbarvolk. Nachdem die Andorraner alles geschehen ließen, rechtfertigen sie ihr Fehlverhalten und ihre Feigheit vor dem Publikum und leugnen ihre Schuld.
Andorra wurde am 2. November 1961 im Schauspielhaus Zürich unter der Regie von Kurt Hirschfeld uraufgeführt und als eines der wichtigsten Theaterstücke nach dem Zweiten Weltkrieg gefeiert.  Während das Drama in Amerika am Broadway scheiterte, ist es im deutschen Sprachraum bis heute ein an vielen Bühnen gespieltes und in den Schulkanon aufgenommenes Werk.

Unsere Teilnahme am Kinderfestival in Otterberg

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Am Samstag, dem 21.06.2014 fand in Otterberg bei schönem Sommerwetter das alljährliche Kinderfestival statt.

Die Stadt Otterberg hatte uns hierzu herzlich eingeladen und so nahmen wir mit einer „Saftbar“, die u.a.  eisgekühlte Kinderbowle in ihrem Angebot hatte, Kupferschmieden und unserem Infostand an dem Aktionstag teil.

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Natürlich durften auch unsere bei den Kindern so beliebten Gasluftballons nicht fehlen, die von den  Helfern fleißig verteilt wurden und die Otterberger Innenstadt bald mit lustigen  gelben Tupfen durchzogen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz besonders herzlich bei unseren Helfern aus der Eltern- und Lehrerschaft bedanken. „Ihr habt maßgeblich zu der gelungenen Aktion beigetragen!“

Nachfolgend ein paar Impressionen:

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Auch für die kleineren Kindern wurde eine Möglichkeit zur Mitarbeit beim Kupferschmieden gefunden.

Gemeinsames Schulorchester „Triolu“

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Seit nunmehr drei Jahren gibt es zwischen Waldorfschulen aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg einen regen musikalischen Austausch. Das Projekt in diesem Schuljahr hatte seinen Beginn schon im November 2013 mit einigen ganztägigen Schnupperproben in den einzelnen Schulen.

Zusätzlich gab es die gewohnten wöchentlichen Orchesterproben, in der jedes Schulorchester separat die Musikstücke übten.

Vom 14. bis 16. Mai dann trafen sich die Schulorchester der drei Waldorfschulen aus Trier, Otterberg und Luxemburg in Dreisbach an der Saarschleife, um gemeinsam an dem aktuellen Konzertprogramm zu arbeiten. In intensiven Gesamt- und Stimmproben unter Anleitung der Musiklehrer Renate Kluth, Susanne Bläsius, Michaela Wehrtmann (Trier),  Angelika Brigitte Bach (Otterberg) und Gottfrried Sembdner (Luxemburg) kamen Stücke aus verschiedenen Epochen der klassischen Musikliteratur sowie Bearbeitungen berühmter Filmmusiken zum  erklingen.

Am Freitag Vormittag begann dann ein Aufführungsmarathon mit Schüleraufführungen in Otterberg, der eine öffentliche Abendaufführung am selben Tag folgte.  Die nächsten Konzerte wurden dann am Sonntag Abend und Montag Vormittag in Trier und Dienstag Vormittag in Luxemburg gespielt.

Alles in allem waren es neun Konzerte, die die Schüler auf einem sehr hohen Niveau bewältigten. Obwohl das Projekt mit dem „Trioluorchester“ eine große Anforderung an jeden einzelnen Schüler stellte, konnte man bei jedem Konzert eine enorme Leistungsbereitschaft und Spielfreude spüren.

Im Anschluss an die gemeinsam verbrachten Tage waren sich alle Beteiligten einig:

Im nächsten Jahr wird es wieder ein gemeinsames Orchesterprojekt „Triolu“ geben, es hat riesigen Spaß gemacht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Katharina Knie“ – Klassenspiel der 8. Klasse

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Zirkus-Fans aufgepasst! Lassen Sie sich in die Zirkuswelt der 20er-Jahre entführen.

Der Zirkus Knie hat es zur Zeit der Inflation nicht leicht: Das Essen ist knapp und der Zirkus wird auch noch des Diebstahls beschuldigt…

Im Theaterstück von Carl Zuckmayer geht es um Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe. Eine tragische Geschichte mit viel Humor erzählt.

NICHT VERPASSEN!

Die Aufführungen finden am Freitag, dem 04.04. 2014, Samstag, dem 05.04.2014 jeweils um 20:00 Uhr und am Sonntag, dem 06.04.2014 um 17:00 Uhr in der Festhalle in Schneckenhausen statt. Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen unter der Tel.Nr. 06301 793350 oder unter www.waldorfschule-otterberg.de

Tag der offenen Tür am 15.03.2014

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Zum „Tag der offenen Tür“ am 15.03.2014 von 10:00 -13:00  Uhr lädt die Freie Waldorfschule Westpfalz alle Interessierten herzlich ein.

An diesem Tag erhalten Sie umfassende Einblicke und Informationen über die Schule und die Waldorfpädagogik. Sie haben die Möglichkeit an unserem Schulinformationsstand und nach dem offenen Unterricht in den Klassensälen individuelle Gespräche mit den Pädagogen und Schuleltern zu führen.

Programm

10:00 Uhr                                   Eröffnung

10:30 Uhr – 11:30 Uhr          offener Unterricht

11:30 Uhr – 12:00 Uhr          Pause

12:00 Uhr – 12:45 Uhr         projektorientierte Schülerdarbietungen

12:45 Uhr                                   Schulführung (Treffpunkt Foyer Unterstufengebäude)

Das Angebot umfasst außerdem Präsentationen zu den Schulthemen · Vorschule, Ganztagsschule, Oberstufe – hier insbesondere die Vorstellung der Jahresarbeiten der 12. Klasse -,· Medienkonzept, Elternrat, Schülerverwaltung, Bauvorhaben, Sozialgestalt der Waldorfschule

Workshops

Kerzen tauchen, Spielwerkstatt mit Klatsch- und Fadenspielen, Schmiedekurs, Kartonage

und Ausstellungen von Bildern und Tonskulpturen der Oberstufenschüler.

Eine Kinderbetreuung wird an diesem Tag eingerichtet und für das leibliche Wohl ist ebenfalls auf das beste gesorgt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!