Die Vorschulgruppe

Vorschulgruppe 030

Seit dem Schuljahr 2012/13 bietet die Freie Waldorfschule Westpfalz als Vorreiter in unserer Region eine Vorschulklasse an. Diese richtet sich an Kinder, die schulpflichtig, jedoch noch nicht schulreif sind. In den vergangenen Jahren waren dieses vor allem die sogenannten „Sommerkinder“, also Kinder, die zwischen Juni und August sechs Jahre alt wurden.

Traditionell besteht das Konzept von Vorschulen in dem spielerischen Heranführen als auch gezielter Förderung hinsichtlich schulischer Anforderungen. Der waldorfpädagogische Ansatz eines Vorschuljahres geht von der Annahme aus, dass hier eine sehr wichtige Lebensphase des Kindes noch nicht zum Abschluss gekommen ist. Diese Entwicklungsphase beinhaltet das „Beheimatet sein“ des Kindes in seinem Körper, seinen Bewegungen, in sich. Wird in der Schulaufnahme deutlich, dass dieser Prozess noch nicht durchlaufen ist, empfehlen wir im Allgemeinen ein Vorschuljahr. In diesem Vorschuljahr wird das Kind Angebote erleben, die die Entwicklung von Motorik, Sprache und seelische Entwicklung in vielfältiger Weise impulsieren.

Vorschulgruppe 029

Malstunde

Eine kognitive Ansprache wird zugunsten der körperlichen Ausreifung zurückgestellt. In einer altershomogenen, überschaubaren Gruppe erhalten die Kinder Zeit, Raum und Gelegenheit sich in Bewegung und Ausdruck zu entfalten. Wandern, Klettern, Malen, Spiel, Singen, Tierkontakt und Naturbeobachtungen sind feste Bestandteile der Wochenstruktur. Eingebettet in den Jahreslauf und seine Feste findet das Tätigsein immer neue Herausforderungen: vom Apfelmuskochen bis Adventskranzbinden, das Kind erfährt seine Möglichkeiten und reift im sinnvoll eingebetteten Tun.

014

„Wir erwandern uns die Welt“

Vorschulgruppe 028

„Lernen durch Erleben“ – Vorschulgruppe der Waldorfschule Otterberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere  Fragen rund um die Waldorfschule und die Waldorfkindergärten in Kaiserslautern und Otterberg erhalten Sie  unter der Telefon-Nr. 06301 793350 oder auf dieser Homepage.

Tag der offenen Tür am 28.09.2013 in der Waldorfschule Otterberg

Die 2. Klasse bei den Schülerdarbietungen

Am Samstag, dem 28.09.2013 öffnete die Freie Waldorfschule Westpfalz in Otterberg bei strahlendem Sonnenschein von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr ihre Türen für interessierte Besucher. Lehrer, Mitarbeiter, Schüler und deren Eltern  konnten sich über einen regen Zuspruch freuen.

IMG_9551 T.d.o.T. 28.09.2013

Musikalische Eröffnung

                                                                                    IMG_9638 T.d.o.T. 28.09.2013

Nach einer kleinen musikalischen Eröffnung konnten die Besucher  u.a. Ausstellungen besuchen, Einsichten in Unterrichtsinhalte nehmen, Schülerdarbietungen ansehen, eine Schulführung absolvieren und sich somit  einen umfassenden Einblick und Informationen über die Schule und die Waldorfpädagogik verschaffen. Zum Abschluss des Tages gab der schuleigene Zirkus „Farfallino“ noch eine kleine Vorstellung.

IMG_9564 T.d.o.T. 28.09.2013

Physikunterricht

 

 

Zirkus_Pyramide2

Zirkusnummer Schulzirkus Farfallino

 

IMG_9584 T.d.o.T. 28.09.2013

Teilarbeitsschritt beim Buchbinden

IMG_9585 T.d.o.T. 28.09.2013

Ergebnisse aus der Buchbindeepoche

IMG_9596 T.d.o.T. 28.09.2013

Offener Unterricht in der 6. Klasse

IMG_9703 T.d.o.T. 28.09.2013

Kinder der 3. Klasse musizieren vor Publikum

IMG_9612 T.d.o.T. 28.09.2013

Ackerbauepoche – Die 3. Klasse pflügt

Die 2. Klasse bei den Schülerdarbietungen

 

Für das leibliche Wohl war natürlich auch auf das Beste gesorgt und die extra für diesen Tag eingerichtete Kinderbetreuung wurde von den Kindern gerne genutzt und den Eltern dankbar angenommen.

IMG_9635 T.d.o.T. 28.09.2013

Im Waldorfkindergarten Otterberg, direkt auf dem Schulgelände,  gab es neben Informationen auch einen Kinderkleiderbasar, Puppenspiele und Bastelarbeiten.

Rundum also ein gelungener Tag und Grund genug,  im Frühjahr 2014 erneut die Türen  für viele Besucher weit zu öffnen.

Weitere Informationen über die Freie Waldorfschule Westpfalz in Otterberg und die Waldorfkindergärten in Otterberg und Kaiserslautern erhalten Sie gerne unter der Tel.Nr. 06301 793350 oder auf dieser Homepage.

Neue Homepage

bildschirm

Die neue Homepage ist endlich online! Fast 5 Jahre war das alte Design im Netz und damit in der Zeitrechnung des Internets eine halbe Ewigkeit.

Die neue Seite steht technisch auf komplett neuen Füßen und ist damit hoffentlich für die nächste Jahre gewappnet. Die Umstellung war daher aber auch entsprechend aufwendig und ist auch noch nicht vollständig abgeschlossen. Es fehlen immer noch Inhalte und auch die ein oder andere Schönheitskorrektur wird noch folgen. Über Anregungen, Fehlermeldungen oder Kritik freut sich die kleine Online-Redaktion:

Ihr Name (Pflichtfeld):

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld):

Betreff:

Ihre Nachricht:

CAPTCHA:captcha

Tag der offenen Tür am 28.9.13

Tag der offenen Tür

Zum “Tag der offenen Tür”  am 28.09.2013 lädt die Freie Waldorfschule Westpfalz alle Interessierten herzlich ein.

An diesem Tag erhalten die Besucher umfassende Einblicke und Informationen über die Schule und die Waldorfpädagogik. Das Angebot umfasst u.a. Ausstellungen, Einsichten in Unterrichtsinhalte und eine Schulführung. Zudem haben Sie die Möglichkeit, individuelle Gespräche mit den Pädagogen und Schuleltern am Informationsstand zu führen. Eine Kinderbetreuung wird an diesem Tag eingerichtet und für das leibliche Wohl ist ebenfalls auf das beste gesorgt.

Wir freuen und auf Ihren Besuch!

WOW-Day 2013 … holt die Welt ins Klassenzimmer

Bild WOW-Day 2013 Homepage

Der WOW-Day (Waldorf-One-World) ist eine weltweite Aktion, die die Welt ins Klassenzimmer holt.

Einmal im Jahr engagieren sich Schülerinnen und Schüler einen Tag lang für Waldorfinitiativen in aller Welt. Durch künstlerische Aktivitäten, Spendenläufe oder  Eintags-Arbeitsplätze sammeln engagierte Kinder und Jugendliche Geld für die Waldorfeinrichtungen, die dringend Hilfe benötigen.

In diesem Jahr fand der WOW-Day  am 26.09.2013 statt.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule beteiligten sich wieder , wie schon seit einigen  Jahren an dieser Aktion,  putzten  z.B. Fenster, Wohnungen und Autos, schnitten Hecken, machten Straßenmusik, ernteten Obst, halfen bei der Gartenarbeit, verrichteten Malerarbeiten und kehrten Straßen. Im Rahmen des Sportunterrichtes und mit der freundlichen Unterstützung von Sponsoren war es einigen Schülerinnen und Schülern auch möglich,  sich  festgelegte Strecken zu „erlaufen“ und hiermit Spendengelder  zu verdienen.

Durch so viel Einsatz konnten insgesamt  2.583,64 € für befreundete Einrichtungen in Georgien und Peru gesammelt werden.

Die “Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners” unterstützen gemeinsam mit dem Bund der Freien Waldorfschulen die Schulen bei der Durchführung des bundesweiten WOW-Day.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wowday.eu.

Einschulungsfeier am 21. August 2013

Einschulung2013

Die Schulgemeinschaft der Waldorfschule in Otterberg begrüßte die 20 Kinder ihrer neuen 1. Klasse mit einer festlichen Einschulungsfeier.

Von den neuen Erstklässlern sicher schon lange herbeigesehnt, war es am Mittwoch dem 21.August 2013 endlich soweit.

In Begleitung Ihrer Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde, trafen die neuen Schüler/innen der Schule mit ihren Schulranzen auf dem Rücken bereits früh am Morgen in der Schule ein und strahlten mit der Sonne um die Wette.

Aufgeregtes Stimmengemurmel, Platzsuche im Eurythmiesaal des Unterstufengebäudes und dann begrüßte der Klassenlehrer der 4. Klasse Thomas Weithäuser die Kinder und ihre Familien. Die 4. Klasse übernahm traditionsgemäß die Patenschaft für die 1. Klasse und so gestalteten sie mit großer Begeisterung die Einschulungsfeier mit. Es wurde das musikalische Singspiel „Frederick die Maus“ aus dem Klassengeigenprojekt aufgeführt und ein schönes Gedicht zum  besten gegeben.

Nach diesem fröhlich-feierlichen Auftakt rief die Klassenlehrerin Jutta Schmidt im Anschluss an eine kurze Rede nacheinander alle Schulkinder der 1. Klasse zu sich und nahm sie herzlich in Empfang. Die jeweiligen „Patenschüler/innen“ aus der 4. Klasse warteten gleichermaßen, schenkten jedem Kind eine große Sonnenblume und führten sie zu ihrem neuen Platz im Saal.

Jetzt war das Stillsitzen für Anton, Anton, Antonia, Béla, Charlotte, Darja, Elea, Felix, Ian, Leonie, Lina, Marwin, Moritz, Pascal, Runa, Selma, Sophie, Svea, Yaroslav und Zoe kein Problem mehr, denn sie lauschten mit den anderen Gästen dem Märchen, welches Frau Schmidt extra für die Kinder ihrer 1. Klasse ausgewählt und mitgebracht hatte. Von einem gemeinsam gesungenen Lied begleitet führte die Lehrerin die Kinder dann in ihren Klassensaal und die allererste Unterrichtsstunde begann.

Um den Angehörigen die Wartezeit auf ihre Schulanfänger etwas zu verkürzen, luden die Eltern der 4. Klasse in der Zwischenzeit zu einem Frühstücksbuffet auf dem sonnigen Pausenhof ein.

Als die Erstklässler um 10:00 Uhr gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin wieder den Schulhof betraten, wurden sie von der gesamten Schulgemeinschaft mit viel Applaus und einem Lied freudig empfangen.

Die wunderbaren, mit geheimnisvollen Überraschungen gefüllten Schultüten durften natürlich auch nicht fehlen und so wurden diese von den Eltern an ihre Kinder überreicht.

Natürlich war auch noch genügend Zeit, um ein paar schöne Einschulungsfotos zu machen und diesen besonderen Tag damit festzuhalten.

Die Eltern führten ihre frisch gebackenen Erstklässler dann erst einmal wieder nach Hause – allerdings nur bis zum nächsten Morgen, denn nun hatte ja die Schule für die Kinder begonnen!

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust! Zu Fuß bis zur Nordsee – ein Wanderprojekt

DSC07862_v1

Schon seit Jahrtausenden ist das Laufen und Wandern die natürlichste und gesündeste Art des Menschen sich fort zu bewegen, um von einem Ort an den anderen zu kommen. Wie wir aus der Geschichte wissen, sind wir Menschen in der Lage, enorme Strecken zu bewältigen. So ist uns dies be­kannt von den Völkerwanderungen, den Kreuzzügen bis hin zu der Wan­dervogelbewegung am Anfang des letzten Jahrhunderts, um nur einige Beispiele zu nennen.

Im Zuge der immer übergewichtiger werdenden Menschen der Industrie­länder wird dem Laufen in der Natur wieder mehr Bedeutung geschenkt. Man weiß, wie gesund die Bewegung in der frischen Luft für Herz und Kreislauf, für Muskulatur und Gelenke, für Verdauung und Entspannung sind.

In einer Schule stehen Wandertage von jeher auf dem Unterrichtspro­gramm und dürfen nicht vernachlässigt werden. Darum gibt es in jedem Schuljahr solche Wandertage, die nicht nur der ganzheitlichen Gesund­heitsförderung dienen, sondern auch das soziale Verhalten der Schüler untereinander und mit ihren Lehrern fördern. Sich etwas vorzunehmen, um sich dann auf den Weg zu machen und ans Ziel zu gelangen, auch wenn es zwi­schendurch etwas unbequem wird, sind wichtige pädagogische Aspekte.

Vor diesem Hintergrund kam es an unserer Schule zu folgendem Wander­projekt.

dsc05682

 

Eines unserer Kinder berichtete am Anfang der zweiten Klasse begeistert von den Ferien an der Nordsee. Daraufhin meinte ein anderes, ob wir da nicht mal alle „hingehen“ könnten. Schnell lag die Betonung auf dem „hin­gehen“. Diese Anregung nahm der Klassenlehrer sehr wörtlich, ohne die Konsequenzen im Einzelnen zu bedenken. „Ja, da können wir zusammen hingehen!“ So kam es, dass in der damaligen zweiten Klasse der Plan ge­schmiedet wurde, bis zur Nordsee zu wandern und spätestens am Ende der Klassenlehrerzeit in der achten Klasse dort anzukommen. Keiner der Be­teiligten war sich damals im Klaren darüber, was ein solches Vorhaben be­deutete.

Nachdem wegen schlechten Wetters der Wandertag der zweiten Klasse buchstäblich ins Wasser fiel, fand die erste Etappe zu Beginn des dritten Schuljahres statt. Dies war im Spätsommer 2009, am 30. September. Schon nach wenigen Kilometern fragte eine Schülerin: „Ist es noch weit bis zur Nordsee?“ – Viele Kinder können sich an diese erste Wanderung, die uns vorwiegend durch Waldgebiete führte, erinnern. Es gab in diesem Jahr viele Bucheckern. Teilweise waren die Wege übersät davon. Zunächst liefen die Kinder achtlos darüber hinweg. Dann zeigte ihnen ihr Lehrer, wie man sie öffnet und dass man die kleinen Nüsschen essen kann. –

Von da an gab es zahlreiche Wandertage. Es wurde jeweils der Weg dort fortgesetzt, wo die vorangegangene Etappe endete und so reihte sich eine Etappe an die nächste. Anfangs waren es ja noch kurze Wegstrecken zu­rück nach Hause, sodass die Eltern die Fahrwege übernehmen konnten. Später stiegen wir auf den Bus und dann auf die Bahn für die Hin- und Rückreisen um. Die Kinder lernten so die unmittelbare Heimat kennen. Da wir mit dem Zug immer wieder an bereits zurückgelegten Strecken vorbei kamen, erinnerten die Schüler wiederholt besondere Merkmale der Land­schaft, die Flüsse, die Berge, die Burgen und Orte, die wir schon zu Fuß erwandert hatten und jetzt mit dem Zug passierten. Unser Weg führte uns von Otterberg zum Donnersberg und durch das Alsenztal. Von Bad Müns­ter ging es im Nahetal bis nach Bingen am Rhein. Dann wanderten wir auf der linken Rheinseite auf dem Rheinburgenweg, manchmal auch ein Stück rechtsrheinisch auf dem Rheinsteig, bis nach Koblenz und Bonn und schließlich erreichten wir im Frühjahr 2013 Köln-Müngersdorf. Teilweise meisterten wir abenteuerliche Streckenabschnitte im Mittelrheintal.DSC05756 Ein Schüler bemerkte zum Ölsbergsteig, – einem sehr steilen und nicht ganz ungefährlichen alten Weinberg, an dem gezeigt wird, wie schwer es die Winzer in den Steilhängen hatten –  dass er „geiler“ sei als der Grand Canyon. Ab der vierten Klasse planten wir Zwei- und Dreitagestouren mit Übernachtungen in Jugendher­bergen.

Neben den sehr abwechslungsreichen Landschaften zu unterschiedlichen Jahreszeiten genossen wir unterwegs Besichtigungen der einzigen Felsene­remitage nördlich der Alpen bei Bretzenheim, Führungen auf der Marks­burg und dem Schloss Stolzenfels. Auch eine Schifffahrt auf dem Rhein gehörte dazu. Natürlich konnte die fünfte Klasse nicht an den Vulkanen der Eifel vorbei laufen, ohne den Lava-Dome in Mendig und den Laacher See, indem wir die Aktivität des Vulkans beobachten konnten, zu besuchen. Schließlich gehörte auch ein Besuchstag in Köln mit Kölner Dom, Schokoladenmuse­um und Römisch-Germanisches Museum zu den Höhepunkten unseres Abenteuers.

Unterwegs mussten wir so manche Hürde nehmen. An einem der heißesten Tage im Sommer 2010 – es waren 37°C im Schatten – reichten unsere Getränke nicht aus. Wir liefen einen ganzen Tag nur durch Waldgebiet. Gegen Mittag hatten die ersten Kinder nichts mehr zu trinken und es gab keinen Handyempfang. Wir lösten das Problem, indem wir viertelstündliche kleine Pausen einlegten, die noch vorhandenen Getränke auf alle aufteilten und darauf achteten, dass jedes Kind etwas getrunken hatte. Als wir am Gutenbacher Hof die ersten Häuser erreichten, schenkten uns die Bewohner zwei Kisten Wasser. Dankbar denken wir daran zurück. Außerdem waren zahlreiche kleinere Wunden zu versorgen, zu trösten, wenn das Essen in der Herberge nicht so schmeckte, wie zu Hause, Mut zu machen, wenn die Schuhe drück­ten oder nach Lösungen zu suchen, wenn uns der Zug vor der Nase weg fuhr. – Das hatten wir in Bretzenheim erlebt. Nach einem langen Wandertag mussten wir die letzten beiden Kilometer mit den Rucksäcken rennen und dennoch fuhr uns der Zug vor der Nase weg. Welch eine Enttäuschung, ganz abgesehen davon, dass die nachfolgende Logistik zusammenbrach. So lernten wir aber, uns aufeinander zu verlassen, einander zu vertrauen und uns gegenseitig zu helfen.

Im Durchschnitt liefen wir ca. 15 – 20 km an einem Tag und legten bis jetzt eine Wanderstrecke von ca. 320 km zurück. Damit haben wir deutlich mehr als die Hälfte des Weges geschafft. Es liegen aber noch ungefähr 220 km  vor uns, die wir in vier weiteren Etappen zurücklegen wollen. Dann wollen wir am Ijsselmeer angekommen sein, mit dem Segelschiff zur Insel Texel schippern und dort unseren Traum zur Nordsee „gehen“ zu wollen, vollenden.

Unser Abenteuer dokumentieren wir in einer Portfoliomappe. Anfangs schrieben die Schüler vorgegebene Texte auf, die sie dann durch eigene Zeichnungen, gesammelte Blätter oder gepresste Blumen ergänzten. Hinzu kam das Gruppenfoto, das wir immer zu Beginn einer jeden Etappe machten. Jetzt ab der sechsten Klasse schreiben die Kinder selbst ihre Erlebnisse auf, sammeln Eintrittskarten oder bereichern ihre Mappen mit Ansichtskarten, Fotos oder selbst gezeichneten Landkarten.

All dies wäre ohne die wohlwollende und tatkräftige Unterstützung der El­tern nicht möglich. Es sind Eltern, die sich an der Planung der Routen beteiligen, die uns auf den Wanderungen begleiten,  die das Übernachtungsge­päck transportieren, damit wir nur mit Tagesproviant wandern können, die Waffeln, Kuchen und Brot backen und verkaufen, um unsere Wanderkasse zu füllen. Wir konnten erleben, wie ein solches Projekt eine Gemeinschaft von Schülern, Lehrern und Eltern zusammen schweißt, wie Kinder sich entwickeln und wachsen, wenn sie sich auf den Weg machen. Wir konnten erleben, dass Wandern nicht nur des Müllers Lust ist.

Jedem Kind sein Instrument

Der Musikkreis „Jedem Kind sein Instrument„ stellt sich vor.

Am 6.3.2011 gründete sich an unserer Schule der Arbeitskreis „Jedem Kind sein Instrument“ mit dem Ziel, das aktive Musikleben an unserer Schule zu intensivieren.

Erste gemachte Schritte dahin sind der schon in die Praxis umgesetzte Instrumenten-Findungskurs, des Weiteren die zweimal im Jahr stattfindenden Schülervorspiele und schließlich die Anschaffung einiger Leihinstrumente für bedürftige Familien, beziehungsweise Kinder.

Angestrebt wird eine intensive und regelmäßige Zusammenarbeit aller an unserer Schule unterrichtenden Instrumentallehrer/innen mit den Musikfachlehrern, um ein gemeinsames Musizieren unserer Schüler/innen in verschiedenen Projekten zu ermöglichen und zu fördern.

Ferner möchte der Arbeitskreis das Angebot des Instrumentalunterrichtes nach jeweiligen Bedürfnissen koordinieren und mit dem Stundenplan der Schule und Ganztagsschule abstimmen, so dass es jedem Kind unserer Schule ermöglicht wird, sein Instrument zu finden und zu erlernen.

Beginn ab Schuljahresbeginn – Einstieg jederzeit möglich!

Termine je Instrument nach Absprache mit dem Instrumentallehrer.

Beratung und nähere Informationen unter der Telefon-Nr. 06301 37063.

Ein „Schulmobil“ für die Freie Waldorfschule Westpfalz

Uebergabe_Waldorfbus

An der Waldorfschule in Otterberg gab es am Donnerstag, dem 04.07.2013 allen Grund zur Freude. Pünktlich um 16:00 Uhr wurde ein „Waldorfschulbus“ (9-Sitzer) mit einem Festakt auf dem Schulhof von Schüler/innen enthüllt und  durch  Martina Oswald von der Aktion „Mobil mit Herz“ aus Alzey übergeben.

Der Lehrerchor der Waldorfschule eröffnete die kleine Feier. Herzliche Dankesworte des Geschäftsführers Gabriel Zahn an die geladenen Sponsoren, welche durch ihre großzügige Unterstützung das Projekt erst ermöglicht hatten, die musikalische Einlage des Schulorchesters und die Schlüsselübergabe  wurden mit reichlich Beifall belohnt, bevor sich alle Gäste am bereit stehenden Buffet erfrischen und sich Zeit für Gespräche nehmen konnten.

Das Schulmobil wird zukünftig  zwischen dem Waldorfkindergarten in Kaiserslautern und der Schule Einsatz finden und im Hin- und Rückfahrverkehr für Kindergartenkinder, Schüler und damit natürlich auch für deren Eltern „Fahrentlastung“ bringen. Außerdem kann der Bus für etwaige Klassenausflüge und -fahrten eingesetzt werden.

Ein weiterer von Eltern der Schule privat initiierter und von der Schule  unterstützter „Waldorfbus“ fährt bereits zwischen Alsenz und Otterberg. Die genaue Fahrtroute wird hier jeweils abhängig von der Nachfrage festgelegt.

Die Freie Waldorfschule Westpfalz in Otterberg ist neben den beiden „Waldorfbussen“ selbstverständlich auch über den Öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen. Gut funktionierende Fahrgemeinschaften der Elternschaft gewährleisten ebenfalls eine reibungslose An- und Abfahrt zu den Waldorfkindergärten in Kaiserslautern und Otterberg sowie zu der Schule.

Weitere Informationen über die Freie Waldorfschule Westpfalz erhalten Sie gerne unter der Telefon-Nr. 06301 793350 oder unter www.waldorfschule-otterberg.de.

Naturbetrachtungen

P1090739

Ein Gastbeitrag unserer Gründungslehrerin Veronika Brugger

Ich bin immer wieder froh, dass alle unsere Waldorf-Schulkinder und Jugendlichen in so einem grünen Umfeld zur Schule gehen können. Und ich bin dankbar um jedes Schulkind und alle Jugendlichen, die hier zur Schule gehen.

Wie viele Reichtümer so nebenher eingesammelt werden können, wenn man aufmerksam ist! Beobachtbar sind Wildtauben, Krähen, Elstern, Amseln, verschiedene Finkenarten, die Singdrossel, Kohl- und Blaumeise, Tannenmeise und Kleiber, Spechte, Mehlschwalben und Mauersegler, Rotschwänzchen, Bachstelzen und die singfreudige Mönchsgrasmücke nicht zu vergessen und die Lerchen am Himmel hängend, Falken, Bussarde, den Rotmilan sehen und / oder hören, und wenn man Glück hat, Waldohreulen. Und treu seit Jahr die Goldammer mit ihrem melancholischen Ruf: „zizizizizüh“, meist in die mittägliche Ruhe hinein.

Und im wilden Bewuchs lässt sich aus Wildblumen manch hübsches Sträußchen pflücken. Und für die großen „Erster- Schultag-neues-Schuljahr-Empfangssträuße“ kann ebenfalls einiges gefunden werden: Goldrute, Rainfarn, Schafgarbe, Prachtwicke, Grünes sowieso. Nur für Rotes und Blaues im Steck habe ich mir Blumen aus umliegenden Geräten erbeten: Dahlien und Cosmea. Das leuchtend violett blühende kleinblütige Weidenröschen fand ich an Bachrändern außerhalb des Schulgeländes.

Und an Insekten zu sehen sind natürlich Bienen, die auf dem Gelände gehalten werden – auch da besten Dank – Hummeln, Wespen, vielerlei Fliegenarten. Die Schmetterlingswelt ist im Frühjahr durch den Zitronenfalter vertreten und durch Kohlweißlinge. Das Tagpfauenauge ist da und das Taubenschwänzchen. Andere große Falter sieht man nur, wenn man sich Zeit lässt und auf dem Grundstück herumstreunt. Dazwischen melden sich die beiden Esel lautstark zu Wort, das Glöckchen des Leittieres der kleinen Schafherde bimmelt leise und friedlich durch den Tag.

Und die vielen bunten Blumen soll niemand vergessen, die vor unseren Schulhäusern wachsen und sich im Laufe einer Wachstumszeit entwickeln und entfalten.

Und sogar Baumfäll-Arbeiten sind hier erlebbar, deren Ergebnis machen Ofen im Winter wärmt. Auch, wie unser Waldstück unter fachmännischer Försterbetreuung und -beratung in Ordnung gehalten und weiter gepflegt wird.

Vorgänge, die so langsam sich aufbauen, dass man ein paar Jahre braucht, bis auffällt, was sich da an Vielfalt in die Höhe streckt und an manchen Stellen urwald-dichtes Geheck annimmt. Schutz für Tier-, Insekten- und Pflanzenvielfalt. Interessantes zum Beobachten, Hören und Riechen, Fühlen und Streicheln an all dem Schönen rund um unsere Schulhäuser herum.

Allen, die da tätig sind, diese Schulwelt und Schulzeit für unsere Schulkinder und Jugendlichen zu gestalten, zu formen, zu pflegen, sei hiermit herzlich gedankt.