„Nachtasyl von Maxim Gorki“ – Ein Klassenspiel aus der Tiefe

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Die 12. Klasse zeigt den naturalistischen Klassiker „Nachtasyl“ von Maxim Gorki.

In der anstrengenden aber spannenden Probenarbeit entdecken die Schülerinnen und Schüler  fast täglich neue Facetten dieser ergreifenden Milieustudie.

Eine zusammengewürfelte Schar gesellschaftlich Gestrandeter lebt, ja vegetiert in einer Notunterkunft – abhängig von einem gierigen Vermieter. Man reibt sich aneinander wund, versinkt immer wieder in alte Gewohnheiten und Süchte. Inmitten der prekären Lebensbedingungen, geprägt von Sprachlosigkeit, Missgunst und Autoaggression, brechen aber auch tief verschüttete oder verdrängte Ideale und die Hoffnung auf ein gelingendes Leben in Würde aus dem Sumpf des Alltags hervor, wenngleich sich diese höchst ungelenk artikulieren.

Die Darstellung der brüchigen Charaktere ist eine echte Herausforderung für die Spieler. Trotz der düsteren Grundfarben des Dramas kommt die unfreiwillige Komik nicht zu kurz, und wir würden uns freuen, wenn Sie die 17 Figuren im Laufe der Handlung so liebgewinnen könnten wie wir.

Die deutsche Übersetzung aus dem Russischen ist in die Jahre gekommen, und so haben wir den Text behutsam in eine zeitgenössische Diktion überführt. Auch von Gorkis altrussisch-zaristischem Kolorit haben wir uns getrennt, denn die bewegende Problematik ist zeitlos und harrt gerade hier und heute einer Lösung.

Wolfgang Boomes, Theaterpädagoge und Waldorflehrer

„Nachtasyl – Szenen aus der Tiefe“ ist das bekannteste und erfolgreichste Schauspiel Maxim Gorkis.

Es wurde während des Winters 1901 geschrieben und 1902 im Moskauer Künstlertheater uraufgeführt. Die deutsche Uraufführung erfolgte am 23. Januar 1903 im Berliner Deutschen Theater.

Das Drama spielt im Russland um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Die 12. Klasse  lädt am Freitag, dem  19.05.2017 und  Samstag, dem 20.05.2017 jeweils um 19:30 Uhr sowie am Sonntag, dem 21.05.2017 um 10:30 Uhr herzlich zu den Aufführungen in die Alsenzhalle nach Alsenborn ein und freut sich über viele Zuschauer.

Der Eintritt ist frei.

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